02.01.22-Tag 149: Tag 9 Mindelo in Sicht

von Minna am 07.01.2022 / in Beiträge

Gegen 4 Uhr haben wir das Vorsegel geborgen, um etwas langsamer zu werden. Der Grund dafür ist, dass wir nicht im Dunklen ankommen wollen. Wir haben uns informiert, dass es wohl viele unbeleuchtete Fischerboote und Fischernetze in Landnähe geben kann, auch ist eine uns unbekannte Ankerbucht immer netter im Hellen anzulaufen. Also segeln wir bis ca 7 Uhr mit „halber Kraft“, dann wird es ganz langsam hell und wir rollen das Vorsegel nochmal aus.

Nun können wir schon schemenhaft Sao Vincente erkennen. Die Berge erinnern uns an einen Drachenrücken, ganz zackig und spitz. Je näher wir kommen, umso mehr können wir von der Insel sehen und freuen uns nun riesig endlich anzukommen. Auf dem letzten Stück Weg werden wir von Unmengen fliegender Fische begleitet, es ist unglaublich wie weit sie fliegen können, sie benutzen dazu ihre kleinen Seitenflossen als Flügel und legen damit sicherlich 5-10 Meter in der Luft zurück.

Ca 11 Uhr sind wir endlich in der Ankerbucht angekommen und der Anker fällt. Die Bucht ist ziemlich voll und wir müssen nahe an einem Fähranleger ankern. Mal sehen, ob der Platz so gut gewählt ist….

Der Hafen und die Stadt Mindelo im Hintergrund sehen schon ganz anders aus als wir es von Europa gewöhnt sind. In der Ankerbucht liegt zudem ein Schiffsfrack, scheinbar schon sehr lange. Es fühlt sich an und sieht aus wie in Afrika. Auch die Temperaturen stimmen, es ist heiß!

Jetzt ist erstmal Entspannung angesagt. Wir können es noch gar nicht glauben, wir sind auf den Kapverden mit unser Minna. Die Loge zeigt, dass wir 866 nm zurückgelegt haben von Gomera bis hierher, unsere längste Strecke bisher.

Irgendwann kommen Stephan und Ellen und holen uns ab. So müssen wir unser Dingi noch nicht gleich aufbauen. Wir fahren zum Fishing-Club, dort werden wir von einem Boot-Boy in Empfang genommen. Er hilft beim Festmachen und Aussteigen und bekommt dafür etwas Geld. So kann man sich sicher sein, dass das Dingi nachher auch noch da ist 🙂

Wir gönnen uns „Ankomm-Bier“ und beglückwünschen uns gegenseitig zu unserer coolen Überfahrt hierher. Dann schauen wir uns ein wenig am und um den Hafen die Stadt an. Karibik, Afrika und Europa sind hier irgendwie vereint. Die Häuser, die Menschen…alles ist bunt, laut und lebensfroh.

Lange bleiben wir heute nicht an Land, wir sind alle ziemlich ko und freuen uns auf die erste ruhige Nacht, in der wir mal wieder durchschlafen können.

Sao Vicente in Sicht

Gastlandflagge und Q-Flagge sind gesetzt

Land in Sicht

Mal wieder festen Boden unter den Füßen

Die Ankerbucht vor Mindelo

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