09.01.22-Tag 156: Sao Antao-eine grüne Insel

von Minna am 10.01.2022 / in Beiträge

Wir müssen seit langer Zeit mal wieder zeitig aufstehen. 5 Uhr klingelt unser Wecker, schnell einen Kaffee trinken und etwas Proviant für den Tag einpacken. Was anziehen?? Lange Hose, kurze Hose??? Wir entscheiden uns für lange Hosen und packen die kurzen Hosen in den Rucksack. 6 Uhr holen wir Ellen und Stefan mit dem Dingi von der Thetis ab und fahren zum Anleger im Fishing Club. Von dort ist es nicht weit zum Fähranleger. Das Fährbüro ist auch schon geöffnet und wir kaufen die Fahrkarten, auch gleich für die Rückfahrt, die letzte Fähre geht um 17 Uhr.

Ca eine Stunde dauert die Überfahrt zum Fährhafen Porto Novo auf Sao Antao. Diese Insel ist die zweitgrößte der 10 kapverdischen Inseln und soll wohl viel grüner sein als Sao Vicente. Wir sind sehr gespannt….

Kaum angekommen werden wir direkt am Ausgang von einigen geschäftstüchtigen Guides angesprochen. Wir verhandeln mit einem jungen Mann einen annehmbaren Preis, um uns von ihm die Insel zeigen zu lassen.

Unser erster Stopp ist am Krater des Coya do Paúl, unser Fahrer, Eric, zeigt uns den Weg, auf dem wir den Krater in ca. einer Stunden einmal umrunden können. Er wird so lange auf uns warten. Schon zeigt sich die Insel in ihrer ganzen Schönheit, sattes Grün, im Krater kleine Häuser, Kühe, Esel, Ziegen….Wolken die im Krater hängen, es ist wirklich zauberhaft und eine himmlische Ruhe hier…

Danach geht es weiter auf einer alten kopfsteingepflasterten Straße durch Ribeira Grande. Die von steilen Felskegeln gesäumte Straße führt bis zum Tal Ribeira do Paúl. Eric fährt uns von einem schönen Punkt zum nächsten. Wir schauen in atemberaubende Täler, bestaunen riesige Brotfruchtbäume, Bananenstauden und Papayabäume. Danach fahren wir in das Dorf Paúl, wir beschließen einmal vom Anfang bis zum Ende des Bergdorfes zu wandern. Es ist total interessant dem Leben hier kurz zu schauen zu können. Wir beobachten einen Bauern bei der Ernte der Yams-Wurzel, pflücken eigenhändig Papaya und treffen auf sehr nette Menschen. Am Treffpunkt angekommen, weiß Eric wo wir gut und preiswert essen können, im Casa Maracuja werden wir sehr gut versorgt. Eine große Fischplatte, eine Platte Hähnchenfleisch, Unmengen Salat, dazu Manjok, fritierte Stücke der Brotfrucht, gekochte Süßkartoffeln und anschließend auch noch ein selbstgemachtes Maracuja-Eis….wir platzen fast…

Im Auto auf der Fahrt zurück zur Fähre können wir das Essen kurz sacken lassen. Stefan und Harry hatten bei Eric eine Bananenstaude bestellt und auch bekommen. Nun schleppen die beiden eine 15 kg schwere Bananenstaude mit auf die Fähre.

17 Uhr pünktlich geht unsere Fähre zurück nach Sao Vicente. Nach wiederum eine Stunde später sind wir angekommen. Wir nehmen Ellen mit in unserem Dingi. Stefan, Harry und Nadja (und die Bananenstaude) fahren erstmal kurz zur SY Adel, um die Staude zu halbieren….

Fakt ist: die Vier brauchen morgen keine Bananen mehr für die Überfahrt kaufen 🙂 davon haben sie die nächsten Wochen erstmal genug.

Es ist noch dunkel, als wir auf die Fähre gehen

die alte Straße aus Kopfsteinpflaster…eine sehr holprigen Angelegenheit

Papayabäume

Yams-Wurzel Ernte

gemeinsames Mittagessen

Bananen satt…..

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