20.01.22-Tag 167: Tag 9 Überfahrt in die Karibik- 1000 SM sind schon geschafft

von Minna am 02.02.2022 / in Beiträge

Hurra, 1000 sm liegen hinter uns, das ist doch schon mal was….und unseren ersten Squall haben wir auch erlebt. Heute morgen gegen 4 Uhr kam wie aus dem Nichts Starkwind mit ca 35 Knoten und Regen wie aus Eimern, das Ganze hat gerade mal 15 Minuten gedauert, dann war es so schnell wie es gekommen ist auch schon wieder vorbei. Von diesem Phänomen haben wir schon viel gelesen, jetzt auch erstmalig selbst erlebt. Das Unglaubliche daran ist, dass die Thetis 2 sm vor uns nichts davon mitbekommen hat. Es war scheinbar nur direkt über uns.

Die Tage und Nächte vergehen, verschwimmen in einander, wir fühlen uns wie in einer Blase. Alles was zählt ist, dass das Boot funktioniert, wir genug Schlaf finden, der Wind uns gewogen ist…

Heute sind uns sämtliche Mastkeile rausgeflogen. Da wir durchgesteckte Masten haben, schützen wir sie vor möglichen Schwingungen mit Hartgummi-Mastkeilen, die von oben, jeweils 4 Stück, von oben um die Masten verkeilt, diese stabilisieren sollen. Zuerst fielen alle vier Keile am hinteren Mast raus. Dadurch kam der Mast ziemlich in Bewegung, mit dem Resultat, dass uns plötzlich der Vorstag um die Ohren flog. Oh weia…hektisch haben wir ihn wieder eingefangen und verschraubt. Wir überlegen, was wir statt der Keile besser nehmen können, was hält und sich nicht ständig löst. Unsere provisorische Lösung sind Holzleisten mit Kabelbindern fest verzurrt. So kann es bis in die Karibik bleiben, das macht einen stabilen Eindruck! Sieht nicht so schön aus, aber Hauptsache sicher….

Am Abend, gegen 21 Uhr, erreichen wir Wegepunkt 10, weiter geht’s zu Wegepunkt 11 mit unveränderten Kurs.

Als ich mich für meine Wache fertig mache, kommt irgendwas von oben in den Salon geflogen, streift meinen Arm und klatscht lautstark auf den Kartentisch, an dem ich gerade stehe. Eine Sekunde dachte ich es wäre ein Stück altes Obst aus dem Netz über mir, aber weit gefehlt. Es ist ein ca. 20 cm langer, fliegender Fisch, der sich nun auf dem Tisch windet und zappelt. Nach einer weiteren Sekunde habe ich dies realisiert und fange an zu kreischen. Wie um alles in der Welt ist der bis hier rein geflogen??? Andreas muss den sofort entfernen und wieder ins Meer werfen. Das Resultat dieses Ereignisses ist es, dass wir die Luke über unserem Bett ab jetzt geschlossen halten werden. Ich möchte nämlich nicht neben einem Fisch aufwachen 😉

1000 sm sind geschafft

 

 

 

Hölzer stabilisieren den Mast provisorisch….

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