21.01.22-Tag 168: Tag 10 Überfahrt in die Karibik- Wir sind wieder drei Boote…

von Minna am 02.02.2022 / in Beiträge

….in der Nacht hören wir einen Funkkontakt zwischen der Thetis und der Adel mit. Harry und Nadja haben sich tatsächlich nach 10 Tagen an uns herangekämpft und aufgeholt. Die Adel ist ein Katamaran und dementsprechend schneller als ein Mono. Aber eigentlich hatten wir schon vor 5 Tagen mit ihm gerechnet. Die Flaute hat wohl auch ihn aufgehalten. Nun segeln wir also wieder als Trio Richtung Karibik. Da an Bord der Adel kein Satellitentelefon vorhanden ist, sende ich eine Nachricht an ihre Familie, dass es den Beiden gut geht. Postwendend bekommen wir eine Rückmeldung und gute Wünsche für die Weiterfahrt.

14 Uhr haben wir „Bergfest“, wir haben jetzt 1111 sm hinter uns, genau die Hälfte ist geschafft. Hoffentlich kommen wir auf der zweiten Hälfte etwas schneller voran, immerhin sind wir heute schon 10 Tage unterwegs. Unsere Frischobstreserven werden langsam knapp, nun müssen wir auf Dosen zurückgreifen. Ein Mahi-Mahi oder ein Thunfisch wären toll, aber Andreas angelt nach wie vor nur Seegras.

Leider macht sich heute der Wind schon wieder rar. Gegen 21 Uhr machen wir, zur Unterstützung zur Besegelung, den Motor an. Wenn das so weitergeht, wird unser Diesel knapp…

22.01.22-Tag…..: Reparieren, reparieren, reparieren

Wer mit einem alten Schiff, wie der Minna, unterwegs ist, muss ständig damit rechnen, dass irgendwas kaputt geht. Das Schiff ist nonstop einer Dauerbelastung ausgesetzt und dies ist schon für neuere Schiffe bei einer solchen Distanz der Fall, bei unserer Minna allemal. Also immer schön dranbleiben und reparieren und improvisieren.

So ist es auch heute am frühen Morgen. Der Autopilot piept durchgehend und signalisiert uns damit, dass er seinen Dienst versagt. Ich geh ans Steuer, Andreas schaut nach was los sein könnte. Der Fehler ist schnell gefunden, das gleiche Problem hatten wir schon mal am Anfang unserer Reise. Der Bolzen, der Ruderhydraulik und Schubarm verbindet, ist gebrochen. Unser Provisorium, eine 12 mm dicke Edelstahlschraube, hat sehr lange gehalten. Vorsichtshalber haben wir uns damals, in Portugal, schon mit Ersatzschrauben eingedeckt. Bloß gut!!!! So ist der Schaden schnell behoben und der Autopilot kann wieder seine Arbeit aufnehmen.

Es ist heute wahnsinnig heiß, kein Lüftchen geht, leider….schon verrückt, mitten auf dem Atlantik und kein Wind. Dafür aber Wellen. Das fühlt sich nicht schön an. Trotzdem genehmigen wir uns eine Salzwasserdusche: Eimer an der Seite runter, Eimer hoch und über den Kopf…herrlich erfrischend. Auch haben wir wieder mal Besuch von Delphinen, sie springen um die Minna als wollten sie mit uns spielen….

Morgen gibt es wieder frisches Brot, ich habe heute ein kleines gebacken.

11 Uhr erreichen wir Wegepunkt 11. Und genau so geht es weiter, mit Kurs 271 Grad zu Wegepunkt 12 für ca. 150 sm.

Falls in der Nacht oder morgen früh dann endlich mal wieder Wind kommen sollte, bereiten wir uns schon darauf vor. Alle Segel liegen an Deck parat. Wir werden sehen, wann der Wind wieder kommt.

Wieder ein kleiner Erfolg: 22 Uhr sind es „nur“ noch 1000 sm bis Martinique.

Immer schön an der vereinbarten Route entlang

wieder mal Segel bergen

unsere Frischevorräte gehen langsam zur Neige

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