11.03.22-Tag 217: von Le Marin nach St. Pierre

von Minna am 14.03.2022 / in Beiträge

Wir frühstücken zum 217. mal an Bord (wie schnell die Tage vergangen sind) und packen alles gut weg, da wir wohl reichlich Wind unterwegs haben werden. Kurz bevor wir den Anker nach oben holen, kommt ein kleines deutsches Segelboot und ankert direkt neben uns. Der Mann da an Bord ist allein unterwegs. So etwas fasziniert mich jedes Mal wieder. Er muss alles allein machen….an den richtigen Platz motoren, dann zum Anker laufen, alles muss schnell gehen, gerade wenn so viel Wind ist, wie heute…Anker runter, zurück zum Steuerrad und rückwärts fahren…

Kaum hat er den Motor aus, hüpft er in sein Dingi und kommt zu uns rüber. Er fragt, was wir heute Abend machen, weil jeden Freitagabend ein deutscher Stammtisch in der Bar neben der Marina stattfindet. Vor uns liegt ein weiterer deutscher Einhandsegler. Das ist Horst, er ist 82 Jahre alt und schon seit 24 Jahren in der Karibik unterwegs. Auch er wird beim Stammtisch sein. Leider können wir da nicht dabei sein, weil wir heute Le Marin verlassen…

Wir holen den Anker hoch und motoren noch fix zum Wasser tanken an den Steg in der Marina. Heute müssen wir das erste Mal ohne Bugstrahlruder anlegen, das ist uns ja leider vor einigen Tagen kaputt gegangen. Aber Andreas macht das ganz super, wir schweben regelrecht an den Tanksteg. Ein Mitarbeiter dort nimmt die Vorleine an und ich befestige die Spring und die Achterleine. Wir füllen unsere Wassertanks und unsere 5 Liter Wasserflaschen wieder auf. Insgesamt tanken wir 440 Liter Wasser. Das ist weniger, als wir dachten. Wir waren also sparsam…

Gegen 12 Uhr verlassen wir die Marina Le Marin in Richtung St. Pierre im Norden von Martinique. Vorbei an der einen riesigen, unbewohnten Felsbrocken und weiter an der Westseite der Insel entlang. Wir passieren Fort de France, die Hauptstadt Martiniques und kommen nach ca 6 Stunden vor St. Pierre an. Es war ein richtig schöner Segeltag mit gutem Wind, nur ab und zu ein Regenschauer. Das sind wir mittlerweile gewöhnt. Es regnet in den letzten Tagen sehr viel. Aber immer nur kurz und dann scheint auch wieder die Sonne.

Direkt vor dem Steg von St. Pierre lassen wir den Anker fallen. In 11 Meter Tiefe scheint er sich gut eingegraben zu haben. Wir liegen ruhig und sicher. So lassen wir den Abend ausklingen. Ich schreibe noch ein wenig Blog, in den letzten Tagen bin ich irgendwie nicht dazu gekommen…

Vorbei am Strand von St Anne

Weiter Richtung Norden entlang an der Westseite Martiniques

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