12.03.22-Tag 218: Markt in St. Pierre

von Minna am 14.03.2022 / in Beiträge

Nach einer ruhigen Nacht starten wir schon 10 Uhr mit dem Dingi an Land. Der Motor des Dingis springt nicht an, also paddeln wir. Das ist kein Problem, der Steg ist in Sichtweite und das Meer ist ruhig. Wir brauchen einen Antigen-Test für die Einreise nach Dominica. Eine Apotheke müsste doch da die richtige Adresse sein…

Direkt am Hafen finden wir auch eine Apotheke und noch viel besser….dort steht auch ein Pavillon, in dem gerade Tests durchgeführt werden. Was für ein Glück für uns…eine sehr nette Mitarbeiterin der Apotheke drückt uns auch sofort ein Formular in die Hand. Wir füllen es aus und kurz danach sind wir auch schon an der Reihe. Danach erklärt sie uns, dass wir in 40 Minuten wieder kommen sollen.

In der Zwischenzeit besuchen wir den Markt am Hafen. Hier ist richtig viel los. Ganz St. Pierre scheint hier zu sein. Es gibt frisches Obst und Gemüse, Gewürze, allerlei Rumsorten und auch etwas Kunsthandwerk wird angeboten. Aus einem riesigen Lautsprecher dröhnt karibische Musik, die Leute sind alle sehr nett und es macht Spaß diesem Treiben zuzuschauen.

Zurück in der Apotheke bekommen wir unsere Testergebnisse (beide negativ) und das alles auch noch kostenlos. Auch digital liegen uns die Zertifikate nun vor, da wir beide zusätzlich auch noch eine Email erhalten haben. Jetzt sind wir für Dominica gut vorbereitet und können morgen ganz entspannt aufbrechen.

Später sind wir mit Manfred verabredet. Er ist ein Deutscher, der schon seit 25 Jahren auf Martinique lebt und dessen Telefonnummer wir im Internet entdeckt haben, da er wohl vor einigen Jahren unseren Verein „Trans-Ocean“ unterstützt hat. Andreas hat mit ihm schon öfter telefoniert und heute wollen wir ihn hier in einer kleinen Straßenkneipe treffen. Es wird ein lustiger Nachmittag. Die Einheimischen in der Kneipe gönnen sich reichlich Rum und das bleibt nicht ohne Folgen. Irgendwann eskaliert das Ganze fast in einer Schlägerei, aber man beruhigt uns. Den „allemands“ wird nichts passieren, sichert man uns zu. Bald ist der Streit auch schon geschlichtet und alle sind wieder glücklich und trinken weiter….später sehen wir zwei der trinkfesten Männer mit dem Auto durch den Ort fahren. Sie rufen und winken uns fröhlich zu…..

Nach unserem Treffen mit Manfred schauen wir uns einige sehenswerte Plätze im Ort an. 1902 wurde der Ort durch den Vulkanausbruch des Mont Pelee komplett zerstört. Mehr als 30000 Menschen fanden damals den Tod. Die Grundmauern des Theaters und des Gefängnis stehen noch und sind zu besichtigen. Auch kann man einiges lesen über die Schiffe, die damals in der Ankerbucht dem Vulan zum Opfer fielen.

unter anderem kaufen wir eine Corossol, mal sehen wie die schmeckt….

Besuch auf dem Markt in St Pierre

Die alte Börse wurde nach dem Vulkanausbruch wieder aufgebaut

Treffen mit dem Lebenskünstler Manfred

Die Ruinen des Theaters und der Polizeistation

Hier kann man lesen, welche Schiffe hier in der Bucht gesunken sind

Dieser Gefangene ist einer von nur drei Überlebenden des Vulkanausbruchs 1902

Da liegt unsere Minna

Rechts hinter mir, die Minna

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