18.03.22-Tag 224: den Norden von Dominica erkunden

von Minna am 21.03.2022 / in Beiträge

Gestern haben wir mit Antony, unseren Boots-Boy, verabredet, dass wir heute gemeinsam eine Tour durch den Norden von Dominica unternehmen. Er holt uns pünktlich 9 Uhr ab und wir fahren mit seinem Boot zum Fishing-Dock. Dort lassen wir das Boot und treffen einen Freund von ihm mit einem Auto. Gemeinsam fahren wir wiederum zu einem anderen Auto und lassen den Bekannten in sein dort abgestelltes Auto umsteigen. Jetzt sind wir zu dritt und unsere Tour beginnt. Zuerst fahren wir zu den Cold Soufriere. Das sind einzigartige, vulkanische Quellen, hier ist das Wasser, dass aus dem Erdboden blubbert nicht heiß, sondern tatsächlich kalt. Schwefelgas erfüllt die Luft, das Wasser sickert  aus dem Boden und rinnt in kleinen Bächen dahin. Wir sind erstaunt, dass das Wasser tatsäclich kalt ist, es scheint heiß aus dem Boden zu kommen….so wie es blubbert….

Anschließend fährt Antony uns zu den Red Rocks, den roten Felsen im Norden von Dominica. Der Atlantik schlägt mit seiner geballten Kraft gegen diese Felsformationen und spült sicherlich im Laufe der Jahre einiges davon. Es gibt Höhlen und Felsvorsprünge zu bestauen und der Atlantik zeigt sich hier mal wieder von seiner rauhen Seite. Danach legen wir kurz hinter den Red Rocks eine kleine Verschnaufpause ein und füttern Lanschildkröten mit irgendwelchen Beeren, die Antony gefplückt hat, mir aber so gar nicht schmecken….den Schildkröten scheint es zu munden….

Unser nächster Stopp ist eine Schokoladen-Manufaktur. Ein winzig kleiner Familienbetrieb. Uns wird jeder einzelne Schritt von der Kakaobohne bis zur feritgen Schokolade erklärt und gezeigt. Wir dürfen die Maschinen und Zentrifugen besichtigen, die Trockenbänke für die Kakaobohnen und auch eine Verkostung ist drin. Natürlich kaufen wir auch einige Tafeln der leckeren Schokolade. Die Geschmacksrichtungen reichen von Ingwer über Lemongras bis zu Salz und Cinnamon und Hot Peper. Da fällt die Wahl nicht leicht.

Nun führt uns unsere Tour ins Gebiet der ehemaligen Ureinwohner der Karibik, den Kalinagos. Es existitiert hier ein eigenes, kleines Gebiet im Nordosten der Insel, in dem ausschließlich diese Nachfahren der Kalinagos heute noch leben. Uns fallen die Unterschiede recht schnell auf. Die Menschen sind viel heller, oft auch etwas asiatisch aussehende, und meist auch relativ groß. Sie leben hier nach eigen Riten und Ritualen. Auch hier treffen wir ausschließlich auf sehr freundliche, offene Menschen.

Es ist mittlerweile früher Nachmittag und wir wollen heute auch noch schwimmen…im Chaudiere Pool. Der Weg dahin ist wirklich abenteuerlich. Bloß gut, dass der Mietwagen etwas höher ist und  mit Allrad-Antrieb ausgestattet ist. Es geht eine schmale Piste mitten duch den Urwald. Allein hätten wir das niemals gefunden….

Am Endpunkt stellen wir das Auto ab und machen uns den Rest der Strecke zu Fuß auf den Weg. Ca. 10 Fußmarsch quer duch den Wald und wir stehen vor dem malerischen Wasserfall mit einem kleinem „Pool“ davor. Das Wasser hat absolut Trinkqualität und ist angenehm kühl, aber absolut nicht kalt. Wir haben dieses Fleckchen Erde an diesem späten Nachmittag ganz für uns allein. Es ist traumhaft schön hier, wie so viele Orte auf dieser Insel.

Kurz vor Sonnenuntergang sind wir zurück in der Prince Rupert Bay, Antony chauffiert uns mit seinem Boot zurück zur Minna. Wieder geht ein wundervoller Tag auf Dominica zu Ende. Je länger wir hier sind, um so wohler fühlen wir uns hier. Die Insel, die Menschen, das Wetter, es ist einfach schön hier.

Schwefelhaltige kalte Quellen

The Red Rocks

Kakaobohnen liegen zum Trocknen aus

Die zermahlenen Bohnen schmecken schon nach Kakao

Wir kaufen ein paar leckere Sorten

Im Gebiet der Ureinwohner…

 

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