Minna

17.04.22-Tag 254: Dominica kompakt-Urwald, Flüsse, Wasserfall und dann noch eine Party

von Minna am 23.04.2022 / in Beiträge

Heute früh müssen wir mal wieder früh aufstehen, unser Besuch wird schon 7.30 Uhr von Antony abgeholt. Sie machen eine Tour auf dem Indian River. Da wir schon bei unserem ersten Aufenthalt hier auf Dominica den Indian River kennengelernt haben, fahren wir nicht mit, sondern machen in der Zwischenzeit ein wenig Klarschiff auf der Minna. Es gibt immer irgend etwas zu tun, diesmal ist es die Pumpe der Toilette. Aller paar Monate muss diese gereinigt und gangbar gemacht werden. Anschließend funktioniert sie wieder einwandfrei und wir müssen keine Bedenken haben, beim Benutzen einen Tennisarm zu bekommen, weil sie so schwergängig ist.

10 Uhr sind wir dann alle vier an Land mit unserem Guide verabredet. Es geht heute in den Urwald und zu einem Wasserfall. Antony holt uns dazu pünktlich kurz vor 10 Uhr ab und bringt uns an Land. Dort wartet schon Serge mit einem Kleinbus auf uns. Wir werden zum Milton Fort Waterfall fahren und einen Urwaldtrail laufen. Serge ist sehr bemüht uns alles über seine Insel zu erzählen. Beim ersten Stopp laufen wir ca 20 Minuten durch den Urwald, überqueren dabei mehrmals kleine Flüsse, um am Milton Fort Waterfall anzukommen. Da heute Ostersonntag ist, sind viele Locals hier. Eine ausgelassene Stimmung herscht im und am Wasser.

Da es heute wieder mal sehr heiß ist, kommt die Abkühlung unterm Wasserfall sehr gelegen. Das Wasser riecht nach Schwefel und Eisen. Dies liegt an den Ablagerungen im Stein, die vom Wasser stetig freigespült werden. Wir verbringen eine ganze Zeit im frischen, kühlen Wasser und lassen uns danach von der Sonne trocknen.

Anschließend treffen wir zufällig einen Farmer, er möchte uns seine Pflanzen zeigen und kann sogar ganz passabel deusch sprechen, da er 10 Jahre in Deutschland gelebt hat. Er erzählt uns, dass er sich einfach nicht an das deutsche Klima gewöhnen konnte und deshalb in seine Heimat zurückgekehrt ist. Er zeigt uns Muskatsträucher, Minipaprika, Avocadobäume, Zuckerrohr und erklärt uns den Unterschied zwischen Kochbananen und denen, die wir kennen. Auch gedeihen hier Hanfpflanzen, diese sind auf Dominica in einer bestimmten Menge legal gestattet und werden auch sehr gern und oft hier geraucht. Zum Abschied pflückt er für mich Blumen mit den Worten: für Mami. Eine echt herzliche Geste.

Dann bekommen wir von unserem Guide, Serge, eine Einweisung im Kokosnuss-Knacken, ohne Hammer oder anderes Werkzeug. Er braucht dazu nur einen etwas größeren Stein. Mit dem zertrümmert er die äußere Schicht der Kokosnuss…..und ich quäle mich ewig mit Stechbeitel und Hammer…

Er zeigt uns den Unterschied zwischen einer frischen Kokosnuss-sie ist voller Kokoswasser-und einer 1 Jahr älteren Frucht. Diese ist fast ohne Kokoswasser hat aber dafür das uns bekannte Kokosnussfleisch im Inneren. Bei der ganz jungen Frucht ist das Fleisch noch nicht entwickelt.

Nun geht es in den Urwald. Wir gehen ein Stück auf dem Syndicate Nature Trail. Serge weiß zu fast jeder Pflanze etwas zu erzählen. Wir pflücken Blätter für Tee und kratzen klebrige Flüssigkeit von Baumrinden. Diese ist wie Kerzenwachs verwendbar und riecht sehr stark nach Eukalypsus. Die Kaiseramazone, auch Sisserou genannt, ist eine Papageienart, die nur auf Dominica vorkommt. Wir können ihn in den Baumkronen hören, aber leider bekommen wir keinen zu Gesicht.

Auf dem Rückweg halten wir an Serge Haus. Er möchte uns eine Corossol aus seinem Garten schenken. Diese Frucht kennen wir schon. Sie schmeckt sehr fruchtig, das Fleisch ist leicht cremig, der Geschmack erinnert an Ananas.

Es war ein sehr schöner Tag mit Serge. Wir bekanken uns für den tollen Tag und hoffen, dass wir ihn irgendwann wiedersehen.

Heute Abend findet am Strand auch noch eine Grillparty für die Segler statt. Bis dahin haben wir noch zwei Stunden Zeit. Wir ruhen uns ein wenig aus, duschen uns und genießen den Sonnenuntergang. Ca 19 Uhr fahren wir an den Strand. Die Party wird ziemlich feuchtfröhlich, mit tanzwütigen Seglern und Locals. Der Punsch trägt zur Ausgelassenheit bei, bald sitzt keiner mehr still, alle tanzen, hüpfen, singen und haben Spaß. Auch Jan, den wir bei unserem ersten Aufenthalt kennengelernt haben, ist da und freut sich uns wiederzusehen. Ob wir morgen früh aus der Koje kommen, ist sehr fraglich…..

Die Beiden unterwegs auf dem Indian River

Unser Guide Serge

Der Milton Fort Waterfall

Hier gedeiht alles, auch Hanf

Eine junge Kokosnuss, noch ohne Fruchtfleisch

Eine geöffnete Kakaofrucht Die inneren Bohnen sind von süß säuerlichem Fruchtfleisch umgeben…sehr lecker

Blumen für mich 👍👍

 

 

Seglerparty am Strand

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