18.04.22-Tag 255: von Dominica nach St. Pierre (Martinique)

von Minna am 23.04.2022 / in Beiträge

Heute ist Ostermontag, aber ausschlafen ist nicht….die Nacht war nach der Party gestern Abend sehr kurz. Wir haben heute eine größere Strecke vor uns, es soll bis St. Pierre auf Martinique gehen. Leider müssen wir uns, wie die anderen Tage auch schon, etwas sputen. Unser Besuch fliegt nämlich am 21.04. von Martinique schon wieder nach Hause. Deshalb wollen wir morgen Abend in Le Marin sein, um den 20.04. Zeit zu haben, einen Mietwagen zu organisieren und nochmal einen Strandtag einzulegen.

Also geht es heute Morgen 7 Uhr los, es liegen ca. 55 sm vor uns. Auf der gesamten Westseite der Insel Dominica ist null Wind, wir müssen motoren, aber dann wacht der Wind auf und das um so doller. Der Himmel ist durchgehend bedeckt, die Sonne schafft es nicht herauszukommen, auch gibt es immer wieder Regenschauer. Ein Tag zum Abgewöhnen.

Auf der Passage zwischen den Insel erwischt uns richtig schweres Wetter, wir kämpfen mit stellenweise 38 Knoten Wind, unsere beiden Mitsegler verkriechen sich nach unten und versuchen zu schlafen. Fabian ist etwas seekrank, kein Wunder bei diesem Seegang. Der Schwell ist hoch und trifft uns ständig von der Seite, alle paar Minuten werden wir mit Salzwasser geduscht. Unter Deck geht es richtig zur Sache, aus einem Regal in der Toilette fliegt mein Haaröl im hohen Bogen, die Glasflasche zersplittert in tausend Teile und die rutschen nun vor der Spüle umher. Auch das Öl verteilt sich überall auf den Bodenbrettern…herrlich….Ich gebe alles, um bei diesem Seegang den Schaden zu beseitigen, es gelingt mir kaum, da ich selber hin-und herrutsche. Ab jetzt darf niemand mehr barfuß laufen, bis wir in St. Pierre alles beseitigen können.

Als wir die nördliche Spitze Martiniques erreichen, suchen uns auch noch einige Squalls heim. Es ist einfach furchtbar heute. Die Minna legt sich derart auf die Seite, dass man sich kaum noch in der Plicht halten kann.

Gegen 17 Uhr liegt nun endlich St. Pierre vor uns. Anker runter und Feierabend. Wir sind alle völlig ko. Die Beiden möchten sich trotzdem kurz am Strand umsehen. Ich bereite in der Zwischenzeit Abendessen vor und Andreas legt sich ins Bett-er ist vollkommen hinüber. Nach dem Essen spielen wir zu dritt eine Runde Karten. Für heute reicht es uns allen und wir sind froh, morgen nur noch eine kurze Distanz hinter uns bringen zu müssen.

Wenigstens ein Regenbogen 🌈

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